Status Quo

Es ist die 23. Nacht des Augusts 2012. Hinter mir liegen sehr lebhafte, anstrengende und emotionale  Wochen, die das vor mir liegende entspannt, problemlos und schön machen sollten. Soeben schloss ich meine Vorbereitungen für eine lange Zeit im Ausland endgültig ab. Zeit für ein kleines Resumé.

Die vorerst erzählenswerten Ereignisse beginnen vor einem Jahr. Angetrieben von Gesprächen und Überlegungen mit einem guten Freund, entschied ich mich dafür, nach dem Abitur und vor dem Studium mithilfe der Organisation „AFS Interkulturelle Begegnungen“ ins Ausland zu reisen. Dort lebe ich dann in einer Gastfamilie, während ich eine übliche, landessprachliche Schule besuche. So wurden nach und nach im Kalender zwischen den Klausuren mehrere „AFS-Wochenenden“ eingetragen, nach denen ich mich stets nachdenklich und doch zugleich mit guter Laune wieder in die Schulwoche begab.

Etwas mehr als ein Monat ist nun seit den Feierlichkeiten rund um die erworbene Hochschulreife vergangen. Es war gut. Meine Zeit in der Oberstufe war bisher die beste meines Lebens. Das verdanke ich vor allem den vielen faszierenden Menschen, die ich kennenlernen und einigen weiteren, mit denen ich enge Freundschaften schließen durfte. Nun bringen Zuneigung und Liebe zu seinen Mitmenschen mit sich, dass man nicht einfach gehen darf und kann, ohne sich zu verabschieden. Glücklicherweise fand ich zwischen Konsulatsbesuchen und letzten Besorgungen genug Zeit, um den mir wichtigen Menschen jeweils gebührend „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Ein großes Danke an dieser Stelle an sie: Von den Erinnerungen an diese Nachmittage und Abende werde ich nun schließlich ein halbes Jahr lang zehren!

Trotz oder vielleicht auch gerade durch diese schöne Zeit habe ich (noch) viel Platz geschaffen: In meinem Herzen, für neue Bekanntschafen und in meinem Kopfe, für neue Erfahrungen und Erkenntnisse. Meine persönlichen Konflikte und Krisen nehme ich dabei gern mit, vielleicht kann ich einige in Russland lassen.

So verbleibe ich nun,

Herzlichst,
Minh

PS: Der Wecker klingelt in drei Stunden, dann geht es nach Frankfurt zum Flughafen. Die ersten Tage verbringe ich im „arrival camp“ in Moskau, danach geht es zu meiner Gastfamilie nach Surgut, Westsibirien…

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23 kg aufzugebendes Gepäck + 8 Kilo Handgepäck. So sieht es aus.
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